Tiefenorientierter Probenehmer

solinst 425 diskreter intervall sampler

1.66"/42mm ø Tiefenorientierter Probenehmer mit Hochdruck-Handpumpe



 

Funktionsweise

Der tiefenorientierte Probenehmer von Solinst Modell 425 (DIS) besteht aus einem Edelstahlbehälter, der über einen LDPE-Schlauch mit einer Trommel verbunden ist. Diese Schlauchtrommel hat einen Druckanschluss für eine Handpumpe sowie einen Ventilschalter für die Druckbeaufschlagung oder das Ablassen der Druckluft vom Sammler. Eine Ausfließhilfe ist enthalten.

Vor dem Herunterlassen wird der Probenehmer mit dem Druck der Probenahmetiefe (Handpumpe) beaufschlagt, um das Eindringen von Wasser zu vermeiden. In der gewünschten Probenahmetiefe wird der Druck langsam über ein Ventil abgelassen, und der Probenehmer füllt sich durch den hydrostatischen Wasserdruck vollständig von selbst. Eine Kugelventildichtung im Inneren verhindert, dass Wasser aus dem Sammler in den LDPE-Schlauch gelangen und diesen kontaminieren kann.

Wenn der Probenehmer gefüllt ist, wird er erneut mit dem Druck der Probenahmetiefe beaufschlagt, um das untere Ventil zu schließen und die Probe unter den in-situ herrschenden Druckverhältnissen an die Oberfläche zu bekommen (druckkonstante Probe). Durch Ansetzen der Ausfließhilfe am unteren Ventil kann die Probe langsam in das Probenahmegefäß abgelassen werden. Der Probenehmer kann zur Dekontamination leicht zerlegt werden.

Biologisch abbaubare Einweg-PVC-Bailer und tiefenorientierte Schöpfgeräte aus Edelstahl sind ebenfalls erhältlich (siehe Datenblätter Modell 428 BioBailer und 429 Point Source Bailer).

 

Tiefenorientierte No-Purge Beprobung

Tiefenorientierte Beprobung ist auch für die Erstellung von horizontierten Konzentrationsprofilen und die Probenahme in Grundwasserzuflusshorizonten in offenen Gewässern und Bohrlöchern, sowie verfilterten Messstellen geeignet. Die Vermischung von Wasser aus unterschiedlichen Tiefen bleibt gering.

Der Tiefenorientierte Probenehmer 425 zählt zu den "no-purge"- Probenahmegeräten. No-Purge, auch bekannt als Zero-Purge oder passive Probenahmeverfahren, haben sich weltweit bei vielen Aufsichtsbehörden für die Gewinnung hochwertiger Grundwasserproben durchgesetzt.

Dieses Probenahmeverfahren beruht auf dem Grundsatz, dass das im Brunnen befindliche Grundwasser das Gleichgewicht mit der angrenzenden wasserführenden Schicht aufrechterhält. Die tiefenorientierte Probenahme sollte zu repräsentativen Proben führen, ohne dass Pumpen erforderlich ist.